"Ja, noch einmal 20 sein, das wär' ein Traum. Die Jugend ernährt sich ja auch nur noch von LUFT UND LIEBE!"
Ja, die Liebe. Das ist schon etwas Feines. Ich habe sie gefunden. Bei meinem Freund. Er ist ein so wunderbarer Mensch und ich liebe ihn dafür!
Ich weiß, dass ich ihm alles anvertrauen kann, auch wenn es noch so verrückt klingt, was ich von mir gebe. Und ich kann wohl ganz gut sagen, dass 95 % von dem, was ich sage, total verwirrend und unlogisch klingt. Aber ich meine es nicht immer alles so, wie ich es meine. Und mein Freund kann mich verstehen. Bisher sind es fast 3 Monate. Und ich wünsche mir viele weitere.
*Die einzig wahre Liebe steht zu dir. Sie liebt dich, bis der Rand erreicht ist und auch weiter hinaus.*
So schön es auch ist, ich kann es alles nicht realisieren. Nicht, dass ich ihn kennenlernen durfte, noch, dass ich schon so viel mit ihm erleben konnte. Es ist irgendwie grausam. Dieses Gefühl. Mir bleibt die Realität verschlossen. Ich kann sie nicht finden. Hier mal ein kleiner Text. Vielleicht versteht man mich dadurch etwas besser.
Diese Nachricht war an einen ziemlich nahen Freund gerichtet:
"Nach der Zeit mit dir habe ich mich verloren und mit dem Gedanken gelebt, dass ich mich sowieso irgendwann finden würde. Meine ganze Kraft habe ich für andere Sachen aufgehoben. Vielleicht habe ich noch einige Tage an dich gedacht. Aber dann war es vorbei. Mit dir. Weil ich wusste, dass du nicht bereit warst. Und es ist ok. Weißt du? Ich bin noch hier auf der Welt und habe mich nicht von der nächsten Brücke gestürzt. Dazu hatte ich auch keinen Grund, weil meine beste Freundin mir ein Fallschirm war. Zusammen haben wir geglaubt an eine schöne Zeit. Und die ist dann auch gekommen. Ich habe meinen derzeitigen Freund kennengelernt und war glücklich. Meine Mama hat mir alles erklärt und ich liebe sie mehr denn je. Meine Schwester hat mir verziehen und ich habe ihr versprochen, immer ehrlich zu ihr zu sein. Mein Vater hat immer noch keinen Schimmer und das ist gut so. Alles lief gut. Dann nach und nach fiel mein mühsam erbautes Backsteinhaus wieder Stein für Stein auseinander. Ich erfuhr, dass meine kleine Schwester sehr krank ist. Meine Mutter enttäuschte mich. Meine Noten wurden schlechter, meine Deutschlehrerin bekam einen Schlaganfall in der Schule und ich saß irgendwo zwischen meinen Welten. Ich fiel in den Winter, der mich mit seiner bitterkalten Hand durch den Schnee zog, um mich wieder zu Bewusstsein zu bringen. Doch es ging alles schief. Ich verirrte mich wie in einem Labyrinth und suchte hektisch nach dem Ausgang. Die Gänge wurden immer schmaler und letztendlich stand ich vor einer verschlossenen, transparenten Tür. Dahinter verbarg sich das Leben. Ich konnte mit eigenen Augen sehen, was passierte. Ohne mich. Mir blieb nur Lächeln und weiter machen. Aber ich war nicht richtig da.
Jetzt ist es mittlerweile so, dass ich das Gefühl habe, zu träumen. Für dich erscheint es vielleicht ok, aber für mich ist es grauenhaft. Ich bin in diesem Traum gefangen. Nur ein Augenblick und ich würde wieder wach sein.. Im nächsten Moment würde ich aufstehen und mein normales Leben weiterleben. Irgendwas hält mich hier fest in diesem Traum. Ich muss irgendwas finden. Wahrscheinlich mich. Denn mich hab ich auf halber Strecke im Labyrinth vergessen. Vielleicht sind einfach alle Menschen hier auf diesem Planeten betrunken von den Lekerlies von Gefühlen. Und ich bin kurz davor, nüchtern zu werden. Dann werde ich wissen, was es überhaupt heißt, zu leben. Mein Blick ist noch verschleiert. Ich spiele wie eine Schauspielerin mein Leben hier im Traum. Ich lache, liebe, streite, schreie, esse, gehe und lerne. Aber das bin nicht ich."
Jetzt ist es mittlerweile so, dass ich das Gefühl habe, zu träumen. Für dich erscheint es vielleicht ok, aber für mich ist es grauenhaft. Ich bin in diesem Traum gefangen. Nur ein Augenblick und ich würde wieder wach sein.. Im nächsten Moment würde ich aufstehen und mein normales Leben weiterleben. Irgendwas hält mich hier fest in diesem Traum. Ich muss irgendwas finden. Wahrscheinlich mich. Denn mich hab ich auf halber Strecke im Labyrinth vergessen. Vielleicht sind einfach alle Menschen hier auf diesem Planeten betrunken von den Lekerlies von Gefühlen. Und ich bin kurz davor, nüchtern zu werden. Dann werde ich wissen, was es überhaupt heißt, zu leben. Mein Blick ist noch verschleiert. Ich spiele wie eine Schauspielerin mein Leben hier im Traum. Ich lache, liebe, streite, schreie, esse, gehe und lerne. Aber das bin nicht ich."
Vorgestern war ich spazieren im Wald und habe Fotos gemacht. Die Sonne ging gerade unter, dieser Moment war perfekt. Wie im Traum. Da ist mir wieder schlagartig bewusst geworden, dass es so ist.
*Das Leben ist ein Traum. Mit Ende. Und eigenen Entscheidungen.*