Donnerstag, 13. Juni 2013

Nichts und der Alkohol

Letztens war ich mit meinem Freund und seiner Familie beim Italiener. Das Essen war klasse und wir haben Wein getrunken, mein Freund Weißwein und ich Rotwein. Wir sind auf den Geschmack gekommen. Wein ist irgendwie eine schöne Entdeckung. Für mich jedenfalls Rotwein. Natürlich haben wir an dem Abend nur den Besten verkostet und er ging runter wie Sahne. Am Gaumen hatte man dieses cremige Gefühl, genauso wie wenn man Sahne verzehrt. Ich mag dieses Gefühl und daher habe ich etwas mehr von dem Wein genossen.
Es wurde ein langer Abend mit schönen bzw. inhaltslosen Gesprächen. Die Gemeinschaft war allerdings nicht so normal, wie ich es erwartet hatte. Da mein Freund ja auch einen an der Waffel hat, genau wie ich, war dementsprechend auch seine Familie sehr extrovertiert und ich hab mich sehr wohl gefühlt. Es ist schön, wenn man sich nicht als Außenseiter in einer eigentlich für sich fremden Familie/Gemeinschaft fühlt. Und interessant ist es auf jeden Fall auch.

Solche Abende sollte es öfter geben, aber nicht zu oft, dass es schon wieder zum Alltag gehört. Denn Alltag ist Folter. Für mich. In letzter Zeit habe ich echt viele unterschiedliche Sachen gemacht und erlebt und es ist aufregend. Dies sollte immer so weiter gehen. Doch nun sitze ich wieder hier in meinem Zimmer und denke über meinen einfachen Alltag nach. Was stört mich eigentlich? Wieso hasse ich einen Alltag?
Hier habe ich mal eine kleine Liste aufgestellt:

  • Aufstehen um die selbe Zeit
  • jeden Morgen das Gleiche essen (2 Toast mit Erdbeermarmelade und Käse)
  • zur Schule gehen
  • dieselben Menschen auf dem Schulweg treffen
  • die Frau, die ihr Kind mit dem Mofa zur Schule fährt, wobei SIE fährt und das Kind läuft!
  • Am hässlichen Schulgebäude vorbeilaufen
  • Freunde und Mitschüler begrüßen
  • in der Schule sitzen und 'lernen', wobei in unserer Schule nicht viel passiert und sehr viel ausfällt
  • dumme Mitschüler bemitleiden, weil sie einfach nur dumm sind und 'Nomaden' eklig finden
  • nach Hause laufen
  • dieselbe Frau mit ihrem Mofa und Kind begegnen, das Kind ganz aus der Puste und die Mutter schreiend nebenherfahrend (beide etwas dicker)
  • Zuhause den Putzplan beachten
  • nervige Geschwister ermahnen, dass sie doch bitte mal leise sein sollen, wenn sie zusammen Pferd und Reiter spielen, sich gegenseitig im Haus jagen, wobei der Altersunterschied 4 Jahre beträgt und die Größere mittlerweile schon fast arbeiten gehen kann... traurig
  • Zimmer aufräumen, ich bin NIE mit meiner Ordnung zufrieden, obwohl es ordentlich ist!
  • Musik machen, Klavier und Gitarre spielen
  • an einigen Tagen zur Physiotherapie gehen, allerdings ist das ein positiver Punkt
  • Arbeiten gehen
  • nichts Aufregendes erleben...
  • Langeweile
  • Kaffee trinken
  • Wand bemalen
  • Tür schmücken
  • usw.

Tja, was soll man dazu sagen? Einige Punkte, wie Kaffee trinken sollten nicht allzu ernst genommen werden.. :)

In letzter Zeit hat sich mein Leben etwas verändert und ich weiß nicht genau, ob ich das negativ oder positiv sehen soll. Das Träumen der Realität ist schlimmer geworden und ich frage mich, ob ich irgendwie zum Psychiater gehen sollte. Aber bringt es was?

2 Wochen oder länger war bei uns Sonne, nun ist der Regen in der Nacht wiedergekommen. So, als ob jemand versucht hat, für alle anderen glücklich aus zu sehen, dennoch nach einer gewissen Zeit in Tränen ausbricht, weil sie nicht mehr kann. Der Person geht es nicht gut, aber sie holt das Beste aus jeder Situation und sieht das Leben als eine Art Herausforderung. Aufgeben ist aber immer wieder ein Punkt auf der Tagesliste. Die Person ist gebrochen.

Ich bin gebrochen, dem Tränen nah. Nichts fühlt sich hier real an.

Ich mache zwar wieder Sport, bin wieder dünner geworden, meine Haut wird besser und ich bin gewachsen (oder bilde es mir ein). Essen kann ich auch so viel wie ich will. Das ist doch nicht fair, oder? Wenn ich wieder wach wäre, würde es wieder ganz anders aussehen.  
Ich hätte keine Freunde, weil ich sie durch meine depressiven Stimmungen fernhalte. Ich wäre dick und pickelig. Ich würde mir Zukunftspläne in meine Beine ritzen, um meinen richtigen Weg zu finden. Und irgendwann. Irgendwann würde ich mich umbringen, weil ich gebrochen bin. Zerstückelt. Zerschnitten. Kaputt. Müde. Dem Traum nachtrauernd.

Ich denke, ich sollte diesen Traum solange genießen, wie ich ihn habe. Also habe ich mir vorgenommen, meinen Alltag zu streichen und YOLO in diese abgefuckte Welt zu schreien. Aufwachen will ich nicht. Was soll das bringen? Nüchtern dort in einer grauen, blutigen Welt herum zu strolchen bringt wohl nicht die besten Konditionen für einen erfüllten Tod.

Also liebe Leutchens, ich bin nicht suizidgefährdet oder habe irgendwelche andere psychischen Störungen. Ich bin so, wie ich bin. Und wenn ihr das nicht versteht, dann seit ihr einfach zu normal!

Das Nichts ist etwas, was wir nicht kontrollieren können. Im Endeffekt hat nichts eine Bedeutung.
Geld, Macht und Sex. Nichts hat eine Bedeutung. Lasst euch das mal durch den Kopf gehen. Im nächsten Post werde ich darauf näher eingehen.

"I wanna take you somewhere so you know I care,  
But it's so cold and I don't know where.
So I pick you daffodils, in a pretty string,
But they won't flower like they did last spring"



Donnerstag, 6. Juni 2013

Die Normalität

"1. VERHALTENSMUSTER:

festgesetzte soziale Handlungsvollzüge, die für die Mitglieder einer sozialen Gruppe festgelegt sind. Die Art und Weise, wie man sich gibt: z.B. Wahl der Kleider, Auftreten, Umgangsformen. 

2. NORMEN:

Regeln, Maßstäbe, die von einer Institution oder Gruppe zur Verhaltenssteuerung an ihre Mitglieder herangetragen werden. Die Einhaltung der Normen ist verbindlich , wird sanktioniert oder belohnt. Normen wollen Hilfen für verantwortliches Handeln bieten und die Gewissensentscheidung des Einzelnen erleichtern. Normen ermöglichen erst ein geordnetes Zusammenleben der Menschen. " 

(siehe http://www.zum.de/Faecher/kR/BW/wagner/norm1.htm) 

Normen ermöglichen erst ein geordnetes Zusammenleben der Menschen? Das sehe ich anders. In unserer Gesellschaft blenden wir vieles aus und richten uns nach den Normen und Gesetzen. Wieso uns nach der Norm richten? Vor dem Gesetz sollen alle gleich sein. Genau das finde ich absurd. Wir werden gleichgestellt, aber wir sind ALLE Individuen. Niemand ist wie jemand anderes, das macht uns doch aus.

Kleines Beispiel: 
Ich bin 17 Jahre alt und ich bin viel zu reif für mein Alter. Bin es eigentlich schon immer gewesen. Und ich leide wirklich drunter. Stellt euch doch mal vor, ihr habt Freunde, die um die 4 Jahre älter sind. Mit denen könnt ihr nicht viel in eurer Freizeit machen, das bedeutet: Sie haben, dem Gesetz nach, viel mehr Freiheiten und können viel mehr machen. Und was mache ich in der Zeit, wenn sie auf Konzerte und Partys gehen? Ich sitze depremiert in meinem Zimmer, philosophiere, sinniere , schreibe Sätze und male Bilder an meine Wand, bastle Wörter zu Sätze und warte, dass die restlichen 328 Tage schnell vergehen. Und mal ganz unter uns: 17 ist nun wirklich ein beschissenes Alter. Man ist hin und hergerissen zwischen zwei Welten. Einerseits erwarten ältere Leute, dass ich noch mit Puppen spiele und im nächsten Moment soll ich mich schon mit der 'Erwachsenenwelt' abgeben und darf Alkohol trinken (wobei wir wieder bei den Gesetzen wären).


" FUNKTIONEN:

Orientierung: Normen sind Ersatz für mangelnde Instinktgebundenheit des Menschen.
Entlastung: der Mensch wird vom dauernden Reflektieren über "gut oder böse" entlastet, er muß nur noch in Konfliktsituationen entscheiden.
Stabilität: Integration des persönlichen Verhaltens in die soziale Gemeinschaft.
Schutz: Unverletzlichkeit der Würde jedes Menschen.


NACHTEILE:

Einschränkung der persönlichen Freiheit, Zwang zur Einhaltung, Nachlassen der kritischen Reflexionsbereitscheaft, Belohnungsdenken, Prioritäten-Normenkonflikte:
 Verantwortungs- oder Gesinnungsethik. "


Normen sind Ersatz für mangelnde Instinktgebundenheit des Menschen? Beim ersten Hören klingt es nicht logisch (unlogisch), beim zweiten Lesen macht es Sinn (sinnvoll). 

Menschen sind dumm, wenn sie in großen 'Herden' leben, aber auch wenn sie alleine sind.
Entweder reißt sich ein Mensch die Macht an sich und regiert somit die Truppe, legt alle Werte und Gesetze fest, oder die Menge ernennt jemanden zum 'Herrscher' und dieser entscheidet dann über diese Menschen unter ihm, aber immer in Einverständnis und viel Interaktion mit seinem 'Volk'.


Ist ja alles schön und gut, aber dadurch vernachlässigen wir unsere Intelligenz. Wie schon im Zitat gesagt: Wir müssen nur noch zwischen gut und böse unterscheiden. Uns wird das Denken abgenommen und wir müssen nach unserem Empfinden entscheiden. Was ist das eigentlich für ein Leben, das wir führen? Wieso macht sich niemand Gedanken darüber? 


Ich habe ein Buch bei mir im Regal, das ich mir einfach mal so gekauft habe, weil es mich äußerlich sehr ansprach. Nicht mal den Klappentext oder reingelesen habe ich.

Titel? 'NICHTS - WAS IM LEBEN WICHTIG IST' 

Autor? JANNE TELLER


Dieses Buch ist ein poetisches, philosophisches Meisterwerk. Ich war 15, als ich es gelesen habe. Am Anfang war es etwas schwierig, diesem Schreibstil zu folgen und wirklich in diese Welt des Denkens zu schlüpfen. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich mir eigentlich schon immer solche Gedanken gemacht habe. Nun wurden sie aber auch niedergeschrieben. Im Grunde ist es nichts anderes als eine Frage der Existens und eine Suche nach dem Sinn des Lebens. 

'Nichts hat eine Bedeutung'.
Dies ist die Aussage des Jungen, der sich in der Geschichte sträubt, zur Schule zu gehen. Und seine Mitschüler wollen ihm das Leben zeigen und ihn von seinem Pflaumenbaum holen, auf dem er sich drapiert hat und ständig kluge Sprüche von sich gibt. 

Mich wundert allerdings, dass diese Kinder erst in der 7. Klasse sind und in ihrem Alter schon der Existenzfrage nachgehen. Selbst ich habe erst mit 14 oder 15 Jahren damit angefangen. Und das ist ein kleiner Unterschied. Finde ich. Unter diesem Umständen hat die Autorin einen kleinen Fehler eingebaut. Aber das verzeiht man ihr ehrlich gesagt schnell, wenn man das Buch durchgelesen hat. Die letzte Seite hat mich am meisten bewegt. Auch nach acht vergangenen Jahren sind die Protagonisten nicht zur Normalität zurückgekehrt. Das finde ich bemerkenswert. Wunderschön! 


Lest es euch am besten einfach selber durch! Es lohnt sich!


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Was meine Normalität angeht: Ich bin noch nicht zur Klarheit vorgerückt. Ja, ich habe Spaß und ich kann lachen. Aber es ist nicht das Gleiche.
Trotzdem fühle ich mich in den letzten Tagen einfach wie ausgewechselt. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass der Sommer endlich eingekehrt ist und ich den Alltag genießen kann. Im Moment ist er eher abwechslungsreich und nicht allzu langweilig. Fast jeden Tag bin ich unterwegs und mache mal hier, mal da etwas. Der Ausgang dieses Traums entfernt sich. Tag für Tag. Direkt vor meinen Augen.

Vielleicht. Ganz vielleicht muss ich ewig hier bleiben und hoffen. 
Vielleicht. Ganz vielleicht finde ich bald den Notausstieg.
Vielleicht. Ganz vielleicht habe ich noch zu viele Illusionen. 

Vielleicht. Ganz vielleicht geht das Leben mit dem Mittelfinger an mir vorbei.












Sonntag, 2. Juni 2013

Luft und Liebe


"Ja, noch einmal 20 sein, das wär' ein Traum. Die Jugend ernährt sich ja auch nur noch von LUFT UND LIEBE!" 

Bekomme ich so etwas zu hören, würde ich der Person, die das gerade gesagt hat, am liebsten ihre eigenen Wörter zurück in den Mund schieben! Ich geb es zu: Ja, ich bin verliebt. Aber mich davon ernähren? Biologisch gesehen kann das gar nicht funktionieren. Und mal ganz davon abgesehen: Es ist ja schon ziemlich kitschig! Und ich hasse Kitsch! Wirklich. Natürlich weiß ich, dass das ein Sprichwort ist, aber ehrlich gesagt: Es ist schrecklich! Und ich habe es gestern gehört... 

Ja, die Liebe. Das ist schon etwas Feines. Ich habe sie gefunden. Bei meinem Freund. Er ist ein so wunderbarer Mensch und ich liebe ihn dafür! 
Ich weiß, dass ich ihm alles anvertrauen kann, auch wenn es noch so verrückt klingt, was ich von mir gebe. Und ich kann wohl ganz gut sagen, dass 95 % von dem, was ich sage, total verwirrend und unlogisch klingt. Aber ich meine es nicht immer alles so, wie ich es meine. Und mein Freund kann mich verstehen. Bisher sind es fast 3 Monate. Und ich wünsche mir viele weitere.


*Die einzig wahre Liebe steht zu dir. Sie liebt dich, bis der Rand erreicht ist und auch weiter hinaus.*


So schön es auch ist, ich kann es alles nicht realisieren. Nicht, dass ich ihn kennenlernen durfte, noch, dass ich schon so viel mit ihm erleben konnte. Es ist irgendwie grausam. Dieses Gefühl. Mir bleibt die Realität verschlossen. Ich kann sie nicht finden. Hier mal ein kleiner Text. Vielleicht versteht man mich dadurch etwas besser.

Diese Nachricht war an einen ziemlich nahen Freund gerichtet:
"Nach der Zeit mit dir habe ich mich verloren und mit dem Gedanken gelebt, dass ich mich sowieso irgendwann finden würde. Meine ganze Kraft habe ich für andere Sachen aufgehoben. Vielleicht habe ich noch einige Tage an dich gedacht. Aber dann war es vorbei. Mit dir. Weil ich wusste, dass du nicht bereit warst. Und es ist ok. Weißt du? Ich bin noch hier auf der Welt und habe mich nicht von der nächsten Brücke gestürzt. Dazu hatte ich auch keinen Grund, weil meine beste Freundin mir ein Fallschirm war. Zusammen haben wir geglaubt an eine schöne Zeit. Und die ist dann auch gekommen. Ich habe meinen derzeitigen Freund kennengelernt und war glücklich. Meine Mama hat mir alles erklärt und ich liebe sie mehr denn je. Meine Schwester hat mir verziehen und ich habe ihr versprochen, immer ehrlich zu ihr zu sein. Mein Vater hat immer noch keinen Schimmer und das ist gut so. Alles lief gut. Dann nach und nach fiel mein mühsam erbautes Backsteinhaus wieder Stein für Stein auseinander. Ich erfuhr, dass meine kleine Schwester sehr krank ist. Meine Mutter enttäuschte mich. Meine Noten wurden schlechter, meine Deutschlehrerin bekam einen Schlaganfall in der Schule und ich saß irgendwo zwischen meinen Welten. Ich fiel in den Winter, der mich mit seiner bitterkalten Hand durch den Schnee zog, um mich wieder zu Bewusstsein zu bringen. Doch es ging alles schief. Ich verirrte mich wie in einem Labyrinth und suchte hektisch nach dem Ausgang. Die Gänge wurden immer schmaler und letztendlich stand ich vor einer verschlossenen, transparenten Tür. Dahinter verbarg sich das Leben. Ich konnte mit eigenen Augen sehen, was passierte. Ohne mich. Mir blieb nur Lächeln und weiter machen. Aber ich war nicht richtig da.
Jetzt ist es mittlerweile so, dass ich das Gefühl habe, zu träumen. Für dich erscheint es vielleicht ok, aber für mich ist es grauenhaft. Ich bin in diesem Traum gefangen. Nur ein Augenblick und ich würde wieder wach sein.. Im nächsten Moment würde ich aufstehen und mein normales Leben weiterleben. Irgendwas hält mich hier fest in diesem Traum. Ich muss irgendwas finden. Wahrscheinlich mich. Denn mich hab ich auf halber Strecke im Labyrinth vergessen. Vielleicht sind einfach alle Menschen hier auf diesem Planeten betrunken von den Lekerlies von Gefühlen. Und ich bin kurz davor, nüchtern zu werden. Dann werde ich wissen, was es überhaupt heißt, zu leben. Mein Blick ist noch verschleiert. Ich spiele wie eine Schauspielerin mein Leben hier im Traum. Ich lache, liebe, streite, schreie, esse, gehe und lerne. Aber das bin nicht ich."

Vorgestern war ich spazieren im Wald und habe Fotos gemacht. Die Sonne ging gerade unter, dieser Moment war perfekt. Wie im Traum. Da ist mir wieder schlagartig bewusst geworden, dass es so ist.

*Das Leben ist ein Traum. Mit Ende. Und eigenen Entscheidungen.*


Freitag, 31. Mai 2013

Das erste Mal


Dies hier ist das erste Mal, dass ich so einen Post schreibe. Er soll wundervoll sein. Vor Freude Farben sprühen und lebendig sein. Jeder soll sich mit mir freuen und mich halten.

Das Problem ist allerdings, dass ich es nicht mal selber kann. Halten.
Das Vetrauen fehlt jeglich. Hier und dort ist nur Leere, wo eigentlich etwas sein sollte.

Mein Leben ist nicht perfekt und ich bin es auch nicht. Von außen ja, da denkt wohl jeder, dass ich ein Stückchen heile Welt in mir trage und niemand mir so leicht etwas antun könnte. Dass ich immer dieses wundervolle Lächeln trage und egal zu welcher Zeit, jeden Menschen mit guter Laune anstecken kann. Nein - so ist es nicht.



Wenn ich alleine bin, bei mir, dann denke ich viel nach. Viel zu viel. Der Sinn des Lebens scheint mir unerreichbar. Die Normen der Menschheit stehen mir im Weg. 
Gefühle sind mir wichtig. Um die zu verstehen, bräuchte man, wissenschaftlich gesehen, viel Wissen. Ich erkläre sie mir auf meine Art.

Manchmal habe ich das Gefühl, das Leben einfach falsch verstanden zu haben. Ich hatte nicht richtig zugehört, als mir das Leben zugeflüstert hat, was meine Aufgabe ist und ich habe meine Chanche verpasst.

Seitdem ich aus dem Ausland zurückgekommen bin, das sind nun schon 30 Tage, geht es mir irgendwie anders. Ich habe das Gefühl, zu träumen. Theoretisch träume ich ein Leben, das ich eigentlich lebe. Doch dieses Gefühl tief in meinem Inneren und auch das Wissen in meinem Kopf machen mich krank. Das Leben will ich spüren. Und ich will nicht nur funktionieren. Ich bin es leid, meine eigene Marionette zu sein. 

Hier werde ich meine Erlebnisse mit euch teilen. 
Dies war mein erster Post.
Es folgen weitere.
Dies war zwar nicht wundervoll, aber
es ist die Wahrheit.



Ich kann mich nicht finden.